Ernst-Reuter-Platz Berlin

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Die Elemente des Ernst-Reuter-Platzes befinden sich in einem scheinbar zusammenhanglosen Zustand. Seine Identität zu erschließen und herauszuarbeiten, den Platz zu einem schlüssigen Gefüge weiter zu entwickeln, ist die Aufgabe, die der Ort an uns stellt. Die Schichten der Vergangenheit sind am Ernst-Reuter-Platz längst abgeräumt. Heutzutage ist sein Charakter geprägt von Entscheidungen, die nach dem Krieg getroffen wurden und über die letzten vierzig Jahre bis hin zur Banalität verbaut wurden. Die Idee einer in Baukörpern konzentrierten Stadt, die sich aufgelockert mit dem öffentlichen Raum verbindet, ist hier nur noch im Ansatz zu erkennen. Der inkonsequente Umgang mit dieser Idee erzeugt ein undifferenziertes Raumkonstrukt ohne Hierarchien und Wertigkeiten.
Der Ort wird seiner zentralen Lage momentan nicht gerecht. Als städtische Figur entlang der Ost-West Achse Berlins fehlt es ihm an Gewicht um das asymmetrische Kräfteverhältnis gen Westen zu balancieren. Die Idee den Ernst-Reuter-Platz als Standort für die neue Zentral- und Landesbibliothek zu nutzen, markiert dessen Anspruch auf eine übergeordnete Bedeutung innerhalb Berlins. Denn als Eingang zur Berliner Weststadt muss der Ernst-Reuter-Platz für die Gesellschaft mehr leisten als eine reine Infrastruktur. Der Platz braucht einen Nutzen, der den Anforderungen einer Wissensgesellschaft von morgen begegnet und ihm so die Bedeutung verleiht, ein Zentrum Berlins zu sein.
gemeinsam mit David Lüken und Daniel Pehl – Lehstühle: Prof. Gesine Weinmiller, Prof. Paolo Fusi
Förderpreis Werkbund Berlin 2017 – 1.Preis
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